STIMMEN

Es steckt so viel Herzblut im gesamten Hanauer Stadtumbau, für den der Platz an der Wallonisch-Niederländischen Kirche ein wichtiger Baustein ist. Über Jahre haben sehr viele Menschen in dieser wunderbaren Stadt an einem Strang gezogen, haben Entscheidungen gemeinsam getragen und Hand in Hand gearbeitet. Der Platz an der Wallonisch-Niederländischen Kirche ist ein Sinnbild für den Weg, den Hanau zukünftig beschreiten möchte. Stimmen dieser Stadt sagen Danke für Ihr Engagement, Ihre Kompromissbereitschaft und das entgegengebrachte Vertrauen.

CLAUS KAMINSKY

Oberbürgermeister der Stadt Hanau

AXEL WEISS-THIEL

Bürgermeister der Stadt Hanau

Das Bund-Länder-Förderprogramm „Soziale Stadt“ will städtebauliche Missstände beseitigen, den sozialen Zusammenhalt stärken und die Integration aller Bevölkerungsgruppen ermöglichen. Die Gestaltung des öffentlichen Raumes gehört dabei zu entscheidenden Hebeln, um die Wohn- und Lebensbedingungen der Bewohnerinnen und Bewohner in den Wohnquartieren nachhaltig zu verbessern. Dies ist in Hanaus südlicher Innenstadt, die zu den Fördergebieten gehört, ohne Frage gelungen. Ein Blick auf den nun fertig umgebauten Wallonisch-Niederländischen Kirchplatz und die ihn umgebenden Straßen zeigt das. Hier ist neues Grün geschaffen und der Autoverkehr zurückgedrängt worden...
Wie die Lebensqualität hier gehoben worden ist, war vor der offiziellen Eröffnung schon im Sommer zu beobachten: Eine Mutter ließ ihr Kleinkind im frischen Rasen und unter Schatten spendenden Bäumen krabbeln, um es zu fotografieren. Und die neuen Auszubildenden der benachbarten Sparkasse schossen ihr Gruppenbild mit dem nun grünen Platz und dem Kulturdenkmal Wallonisch-Niederländische Kirche im Hintergrund.
In den Kirchplatz investierte die Stadt Hanau 3,2 Millionen Euro, zusätzlich in die umliegenden Straßen 3,9 Millionen Euro. Ohne Finanzhilfe von Bund und Land wäre der Platzumbau schwerlich möglich gewesen. Dafür gebührt den zuständigen Ministerien in Berlin und Wiesbaden ausdrücklich unser Dank. Es handelt sich hierbei übrigens um das größte geförderte Einzelvorhaben im Programmgebiet Südliche Innenstadt. Die Stadt  hatte die Umgestaltung des Platzes 2016 für das  Förderprogramm angemeldet. Mit Zuwendungsbescheid vom 21. Oktober 2016 durch das Land haben wir eine Bewilligung von Fördermitteln in Höhe von 2,178 Millionen Euro bei förderfähigen Gesamtkosten in Höhe von 3,2 Millionen Euro erhalten.
Nun hoffe ich, dass die Menschen der südlichen Innenstadt ihren prächtigen Quartiersplatz gut annehmen und das soziale Miteinander quer durch alle Schichten mit Leben erfüllen. Möglichkeiten bietet der Platz viele: Freizeit auf den Rasenflächen verbringen, Boule spielen mit Blick auf das Denkmal von Neustadtgründer Graf Philipp Ludwig II. und das dazu passende begehbare Stadtbildrelief, die angrenzende Außengastronomie nutzen und auf der neu geschaffenen Pflasterfläche zur Fußgängerzone Paradiesgasse hin das eine oder andere Stadtteilfest feiern.

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THOMAS MORLOCK

Stadtrat

Hanau hat in der Abfolge seiner historischen Platzachse einen einmalig gestalteten, offenen, multifunktionalen, grünen Stadtplatz erhalten.  Aus einem reinen Parkplatz wurde ein echter innerstädtischer Aufenthalts-, Spiel- und Bewegungsraum entwickelt. Durch und rund um diesen Platz ist für Bewohner ein attraktives Quartier, für Besucher, Kunden und Beschäftigte der Innenstadt ein Rückzugsort entstanden. Von früher insgesamt mehr als 180 Parkplätzen wurden als Ergebnis eines intensiv geführten Abwägungsprozesses gut 40 erhalten, die vornehmlich Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers zugutekommen sollen...
Was macht den Platz im Detail so attraktiv und gibt ihm sein eigenes Flair? Der gesamte Kirchplatz wird zur Fußgängerzone, das gilt auch für die Paradiesgasse. 3800 Quadratmeter Fertigrasen sind besetzt mit Amber- sowie Schnurbäumen und Silberlinden, die 20 bis 25 Meter hoch werden und eine Kronenbreite von 12 bis 18 Metern erreichen. Eine Bestandslinde ist auf dem Platz erhalten geblieben.  Sechs große Bänke mit hölzerner Sitzfläche und fünf Natursteinblöcke rund um die Wallonisch-Niederländische Kirche sind gut geeignet für einen Plausch mitten in der Stadt.  20 Sitzlinsen um den Platz kommen hinzu, sie sollen im beruhigten Straßenbereich zugleich allzu forsches Abbiegen um die Straßenecken verhindern. Französische Allee, Lindenstraße und Karl-Röttelberg-Straße werden zu verkehrsberuhigten Bereichen, Lautenschläger-, Schützen-, Alt- und Hahnenstraße werden zu Tempo-30-Zonen. Heller Asphalt hilft gegen Aufheizung in heißen Sommern und reflektiert das Laternenlicht besser, was im Dunklen für ein besseres Sicherheitsempfinden sorgt. Um das Sicherheitsgefühl zu stärken, wurde der Platz offen und einsehbar gestaltet, ohne potentielle Angsträume hinter Hecken oder in dunklen Ecken.
36 Abstellbügel am Rand des Platzes zeigen: Hier spielt Radverkehr eine wichtige Rolle! Und der Fußverkehr hat bedeutend mehr Raum als vorher. Nicht zu vergessen eine Ladestation auf der Südseite, die als „Tank“ für Elektrofahrzeuge symbolisiert: Wir setzen auf umweltfreundlichen Verkehr!
Anderthalb Jahre waren für den Umbau angekündigt. Anderthalb Jahre sind es tatsächlich geworden. Das ist nur möglich, wenn die Fachleute verschiedener Gewerke gut zusammenspielen. Das ist gelungen, und dafür danken wir.

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BEATE FUNCK

Stadtverordnetenvorsteherin

Nach einem Bürgerbeteiligungswochenende 2017 hat die Hanauer Stadtverordnetenversammlung im Folgejahr die Neugestaltung des Wallonisch-Niederländischen Kirchplatzes beschlossen. Schon in dieser Planungsphase waren wir angetan von dem, was zu erwarten war. Von der Umsetzung jetzt können wir begeistert sein. Hanau hat einen weiteren Wohlfühl-Ort.

WOLFGANG WALTHER

Ortsvorsteher des Ortsbeirates Innenstadt

Wer durch die südliche Innenstadt geht, erlebt ein aufgeblühtes Stück Hanau. Ost- und West-Carré sind zu einer erstklassigen Wohnadresse geworden. Die Baugesellschaft steht dem in nichts nach mit ihrem Wohnblock an der Französischen Allee Süd. Die Nassauische Heimstätte ist dabei, dort ein Top-Wohnquartier zu schaffen. Zwischen alledem ist der Platz um die Wallonisch-Niederländische Kirche zu einem Schmuckstück vor der Haustür geworden.

HANS LÜCKHARDT

Präses-Ältester der Wallonisch-Niederländischen Kirchengemeinde

Endlich ist die Umgestaltung des Platzes um die Wallonisch-Niederländische Kirche fertig. Wir gratulieren der Stadt Hanau für eine weitere abgeschlossene Baumaßnahme zur Umgestaltung der Innenstadt. Nach Jahren der Einschränkungen ist nun endlich wieder die Sicht frei auf den eindrucksvollen Kirchenbau in Form einer Doppelkirche. Allerdings werden wir die vielen Parkplätze vermissen, die es den Kirchenbesucherinnen und -besuchern bisher leichter gemacht haben, das Gotteshaus zu besuchen. Wie man an den ersten Gerüsten sehen kann, wird nun auch der Sakralbau einer Renovierung unterzogen: das Mauerwerk und das Dach werden in den kommenden Jahren saniert. Deshalb entschuldigen wir uns schon heute bei den Anwohnerinnen und Anwohnern für weitere Bauarbeiten, die sich aber leider nicht vermeiden lassen. Wir sind jedoch heute schon gespannt, wie die Hanauer Bürgerinnen und Bürger den neuen Platz annehmen werden und ob er dank des Bodenreliefs des Künstlers Bury, welches den historischen Stadtplan der Neustadt zeigt, ein Bewusstsein schafft für die Einzigartigkeit der Geschichte und Gegenwart der Stadt Hanau.